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Geschichte 

 

Die Idee einer organisierten Brandbekämpfung begann in Süddeutschland um die Mitte des vorigen Jhdt. in einer Zeit zahlreicher Revolutionen. Nach dem deutschen Vorbild wurde als erstes 1857 die Freiwillige Turner-Feuerwehr Innsbruck gegründet, der dann vier Jahre später die erste NÖ Wehr in Krems an der Donau aus dem Turnverein folgte.  Gott zur Ehr

1871 waren schon 90 Freiwillige Feuerwehren in Niederösterreich im Einsatz. Die Macht des Feuers brachte der Menschheit eine unübersehbare Fülle von Wohltaten, der andererseits bei der damaligen Bauweise mit Holz, Strohdächern und Wickelböden (Zimmerdecken = Holzbalken mit Stroh umwickelt und mit Mörtel angeworfen) eine verheerende Wirkung entfachte. Das Feuer am offenen Herd und als Beleuchtung mit dem Kienspan oder der brennenden Kerze boten zusätzlich erhebliche Gefahren. In Ferschnitz waren auch in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zahlreiche Brandleger unterwegs. Geschlossene Ortschaften waren bei Bränden wegen der Fortpflanzung auf weitere Objekte besonders gefährdet. Die Aufstellung eines Nachtwächters wurde bei 20 zusammenhängenden Bauten zur Pflicht. Der Markt wehrte sich lange und sprach nur von einigen Häusern, was zu dieser Zeit auch tatsächlich stimmte.

   

Als praktische Feuerlöschgeräte wurden die Wassereimer aus Leder, Stroh, Hanf, Zwillich oder Segeltuch angepriesen. Die hölzernen »Wasserschaffeln« waren nicht so leicht zu tragen und von Hand zu Hand zu reichen und waren meist, wenn man sie brauchte, auseinandergefallen.

Wasserlöschteiche waren in jedem Dorf vorhanden, die Bäche wiesen kleine Wehren auf. Für den Markt waren Teiche hinter dem Hause Nr. 15, beim Pfarrhof und kleinere »Lacken« für Löschzwecke oder zum Wäscheschwemmen. Auch der »Marktbrunnen« beim Hause Nr. 15 stand zur Brandbekämpfung im Einsatz.
   

Großes Glück hatte der Markt im Jahre 1852, als der Bewohner des Hauses Nr. 12/25 (neu gebaut etwa 1840) mit einer brennenden Kerze auf seinen Dachboden ging und die dort hängende Wäsche zu brennen begann. Doch die Gäste im schräg gegenüberliegenden Gasthaus Nr. 7 bemerkten die Rauchentwicklung und konnten das Ärgste noch verhindern.
Glimmende Kohlen am Boden der Schmiede in Innerochsenbach hätten, wenn nicht früh genug durch einen Beschäftigten bemerkt, der Filialkirche 1870 erheblichen Schaden zufügen können.

Großer Schock durchfuhr auch die Ferschnitzer, als am 7. August 1875 um 10 Minuten vor 12 Uhr mittags in Blindenmarkt auf dem Dachboden des ehemaligen Bräuhauses (Nr. 3) Feuer ausbrach. Vom Wind angefacht, standen binnen einer 1/4 Stunde 42 Häuser samt Nebengebäuden in Flammen. Kirche, Schule und Pfarrhof brannten nieder. Die Kirchenglocken schmolzen. Feuerwehren aus Amstetten, Melk, Pöchlarn und Ybbs waren am Brandplatz. Der ungefähre Schaden betrug 120.000.- fl. Einen Tag später traf der k.k. Stadthalter von Niederösterreich ein, um sich von dem Schaden zu überzeugen. Der Kaiser spendete sofort 2.000.- fl und an anderen Spenden flossen 20.000.- fl ein.

Wenige Tage nach dem Brandunglück in Blindenmarkt meldete sich die fürstlich starhemberg'sche Güterdirektion Auhof als Patronatsherr im Pfarrhof Ferschnitz, verwies auf das große Unglück in Blindenmarkt und verlangte eine Neuberechnung der Kirche und des Pfarrhofes zwecks Deckung der Versicherungssummen. Ein Klafter Ziegeldachung bei der Kirche wurden mit 16 fl, der Turm doppelt berechnet.

   

Am 8. Oktober 1884 um ½ 8 Uhr abends bestand bei einem aus NO wehenden Wind für den Markt Ferschnitz bedrohliche Feuergefahr, als im Stadel des Hauses Nr. 22 (alt Nr. 6) ein Brand ausbrach. Viele Leute eilten zu Hilfe, und durch die Feuerwehren Blindenmarkt (seit 1874 bestehend), Steinakirchen und Euratsfeld konnte der Brand gelöscht und die gefährliche Situation bereinigt werden.

Noch immer nicht einigen konnte man sich in Ferschnitz zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Um 1888 war noch ein Teil des Kirchendaches (Seitenschiff-Nordseite) mit Schindeln gedeckt wie der Markt. Man befürchtete bei einem Brand auch ein Einbrennen in die Kirche…»weil dermalen im Markte noch keine Feuerwehr organisiert und unbegreiflicherweise nicht einmal eine brauchbare größere Feuerspritze vorhanden ist«, heißt es in einem Kostenvoranschlag über das Kirchendach.

Wohl stand auf einer Inventarliste der Gemeinde vom Jahre 1879 unter den beweglichen Gegenständen von einer Feuerspritze zum Fahren (60 fl), von drei Handspritzen (8 fl) und sechs Feuerhaken (10 fl). Wenn schon sechs Feuerhaken 10 fl kosteten und die Feuerspritze mit 60 fl veranschlagt wurde, kann man sich ein Bild von der Qualität der Spritze machen. Dies waren also die Geräte, welche für die gesamte Gemeinde bei einem Brande zur Verfügung standen. Trotz wiederholter Brände in den Dörfern und Einzelgehöften (1883 Kratzmühle usw.) dauerte es noch bis 1896, bis es zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr kam.

   
DIE GRÜNDUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR FERSCHNITZ  

Zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr kam es am 27. Dezember 1895 im Gasthause des Ferdinand Freudenschuß, wo zugleich auch die Wahl der Funktionäre stattfand.

 

Gewählt wurden:

Hauptmann Alfred Vock (Ferdinand Freudenschuß), Johann Unterrainer, Kassier; Michl Binder, Schriftführer; Franz Pils (Anton Spittersberger), Spritzenmeister; Andre Götzl (Franz Pfeiffer), Spritzenführer. Weitere Chargen waren: Obersteiger und deren Stell-vertreter, ebenso der Requisitenmeister, der Obmann des Schiedsgerichtes und die Schieds-richter und als wichtige Personen Leopold Nitterl und Anton Edelmann als Hornisten.

 

Das Wahlkomitee bestand aus dem Bürger-meister Carl Steinlesberger und den Vertrauensmännern Franz Sileitsch und Florian Eberl.

 

Eine Notwendigkeit war die Erbauung eines Feuerwehrrequisitenhauses, welches von der

Vock Alfred

 

Alfred Vock

Hauptmann von 1896 bis 1911

Gemeinde am Ende des Marktes in Richtung Freydegg auch befürwortet wurde.  In einer schriftlichen Einladung der Gemeinde wurden die Pferdebesitzer »freundlich ersucht«, die nötigen »Bausteine vom Hubertendorfer Steinbruch zum Bauplatze in Ferschnitz das Fuhrwerk unentgeltlich beizustellen, am Montag, den 10. Februar 1896« und jeder musste 2 Fuhren führen.

 

Mit 28 Mann wurde am 15.02.1896 dem Feuerwehrverband beigetreten.

Kaum stand das Gerätehaus im Rohbau fertig, wollte sich die Gemeindevertretung (Gemeinderat) von der Verpflichtung der finanziellen Mithilfe distanzieren, und es war nahe daran, dass sich die erst gegründete Feuerwehr nach vier Monaten und noch vor dem offiziellen Gründungsfest auflöste.

Dazu ein Brief der Freiwilligen Feuerwehr Ferschnitz vom 29. April 1896 an die Gemeinde mit den Unterschriften aller Mitglieder, die zum Rücktritt bereit waren.

»Das Commando der freiwilligen Feuerwehr Ferschnitz, als Vertreter des Feuerwehrvereines richtet an den löbl. Gemeinde-Ausschuss das dringende Ansuchen, den Beschluss, welcher in der Ausschuss-Sitzung vom 24. April d. J. gefasst wurde, laut welchem der Weiterbau des Requisiten-Hauses dem Feuerwehr-Verein überlassen wird, im Interesse der Gemeinde aufzuheben, das Requisiten-Haus fertig zu stellen und dann erst der Feuerwehr zur Benützung zu übergeben mit der Verpflichtung für die weitere Instandhaltung aufkommen zu wollen.

Dieses Ansuchen wird folgendermaßen begründet: 1. Der löbliche Gemeinde-Ausschuss hat sich in der Sitzung im Dezember v. J. sowohl zum Ankaufe einer Fahrspritze als auch zur Herstellung eines Requisiten-Hauses verpflichtet. Es wäre nicht schön wollte der löbliche Gemeinde-Ausschuss, nachdem die Sache so weit gediehen, sein gegebenes Wort zurücknehmen.

2. ist die Gemeinde laut §§ 49 und 51 der n.ö. Feuerpolizeiordnung verpflichtet, die Kosten der Löschgeräte zu tragen, sowie die geeigneten Räumlichkeiten zur Aufbewahrung derselben zu übergeben und für die Kosten der Instandhaltung aufzukommen.

Auf Grund des Vorhergesagten, heißt es weiter, stellt noch einmal das Feuerwehr Commando, in Vertretung der am 29. April stattgehabten außerordentlichen Hauptversammlung, die dringende Bitte, im Interesse der Sache, den vorerwähnten Gemeinde-Ausschuss-Beschluss vom 24. April, wenn thunlich binnen 8 Tagen, aufzuheben und davon die Feuerwehr zu verständigen« ....

 

Soweit der Brief der Feuerwehr mit dem Schlusswort, dass alle Mitglieder, bei Nichtannahme des gestellten Antrages, solidarisch aus der Wehr austreten.

Mittlerweile dürfte sich alles wieder beruhigt haben, die Statuten wurden von der BH Amstetten genehmigt und das Gerätehaus im nachgewiesenen Bauwert von 2.036 Kronen (1 fl = Gulden -- 2 Kronen) fertig gestellt, eine komplette vierräderige Saugspritze mit 50 m Druckschlauch um 2004.44 fl angekauft, und für Sonntag den 12. Juli 1896 war das Gründungsfest angesetzt.

   

Die Gemeinde unter Bürgermeister Steinlesberger hatte dazu für 14 Uhr eingeladen. Schon an den Vortagen gab es rege Betriebsamkeit, mussten doch die Häuser beflaggt und die der Chargen besonders dekoriert werden. Vormittag und Nachmittag des Festtages wohnte die Feuerwehrmannschaft dem Gottesdienste bei. Nachmittag wurde die bei der Mariensäule aufgestellte, reich dekorierte Spritze in Gegenwart einer großen Volksmenge und zahlreicher Wehren der Umgebung von Kanonikus Huber gesegnet.

Die Nennung zahlreicher Feuerwehren bei diesem Fest zeigt, dass unsere Wehr, außer St.Georgen, eine der jüngsten der Umgebung war.

Mitte Oktober 1896 bescheinigt Bgm. Steinlesberger, den man keinen besonderen Freund der Feuerwehr nannte, den Erhalt von 300 fl vom NÖ Landesausschuss für die Wehr. Alles schien bereinigt, denn der Bürgermeister wird »ergebenst« zur Hauptversammlung 1897 Jänner) eingeladen. Der Feuerwehr wurden 300 fl überwiesen, doch um die »Subventionsangelegenheit endlich endgiltig in Ordnung zu bringen«, musste die Wehr 100 fl wieder der Gemeinde zurückgeben (20. März 1897). In einer Vermögensaufstellung der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeinde wird ersichtlich, dass die Wehr aus 29 ausübenden und 39 unterstützenden Mitgliedern bestand, kein Vermögen sondern nur »Devicit« aufwies.

Der Jahresbeitrag der Mitglieder betrug 38.10 fl.

 

An die Gemeindevorstehung wurde im Oktober 1897 der Dank ausgesprochen für die »freundliche Erbauung der kleinen Wasserwehr beim Zeughaus« und gleichzeitig vorgeschlagen, die Gemeinde möge eine Feuerpolizei-Ordnung erlassen. Dadurch würde auch die Hauptfrage der Vergütung geregelt, wie viel die Fuhrwerks-besitzer, die Pferde beistellten, bei auswärtigen Bränden finanziell erhalten sollten. Zum Brande nach Wolfpassing am 17. Juni 1896 und in Hubertendorf am 19. März 1897 stellte Leopold Pfeiffer und nach Leutzmannsdorf am 6. September 1897 wieder Leopold Pfeiffer und Ignaz Eichberger die Bespannung.

 

Mannschaftsfoto mit Hptm Vock

Die Mannschaft mit

Hauptmann Alfred Vock

 

Die im Jahre 1896 angekaufte Feuerspritze erwies sich für entferntere Ausfahrten als zu schwer und zu groß. Es wurde daher im Jahre 1902 eine kleinere um 1700 Kronen angeschafft.

In den ersten 10 Jahren der Feuerwehr gab es vier Brände im Gemeindegebiet und 15 auswärtige Hilfeleistungen. Der Mitgliederstand betrug 1905 26 ausübende, 2 Ehrenmitglieder und 56 Unterstützende.

  

ansichtskarte.jpg

 

 

Leider sind für die nachfolgenden Jahre bis 1945 keine Aufzeichnungen der Feuerwehr vorhanden.

1911 wurde Franz Pfeiffer zum Feuerwehrhauptmann gewählt

 

Pfeiffer Franz

 

Franz Pfeiffer 1911 bis 1917 

 

 

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Im Jahr 1938 übernahm Hermann Sileitsch die Führung der Wehr 

 

Sileitsch Hermann

 

Hermann Sileitsch 1938 bis 1945 

 

Im Jahr 1917 wurde Johann Fida Hauptmann 

 

Fida Johann

 

Johann Fida 1917 bis 1938

 

Mannschaftsfoto mit Hptm Fida

 

Mannschaftsfoto mit Hauptmann Johann Fida

 

 

 

Die Wehr nach 1945

 

Die erste Versammlung der Freiwilligen Feuer-wehr nach dem Kriege fand am 15.10.1945 unter dem Vorsitz von Bgm. Leopold Höller im Gasthaus Honisch statt, bei der die Neugründung und die Wahl vorgenommen wurden.

 

Zum Feuerwehrhauptmann wurde vor-geschlagen und gewählt: Karl Honisch (Leopold Weigl), Schriftführer Anton Spittersberger, Kassier Anton Oberleitner, Zeugwart Johann Schabes Johann Hahn.

 

Laufer Neukonstituierung 1945

 

Honisch Karl

 

Karl Honisch 1945 bis 1962

Die Wehr konnte bald ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen, als am 10.12.1945 um 11 Uhr Alarm gegeben wurde, da das Wirtschaftsgebäude des Michael Jungwirth (Salabauer) in Kirchholz in hellen Flammen stand. Russische Soldaten hatten mit Leuchtspur auf das Strohdach des Wirtschaftsgebäudes geschossen und dadurch den Brand verursacht. Das Wohngebäude konnte durch das Eingreifen der Feuerwehr gerettet werden.

Ein Bericht über den Brand des Anwesens Alois Bruckner (Schneidermeister) in Oberleiten am 04.05.1946 soll wegen seiner vielen Pannen, die bei der Löschaktion infolge der damaligen Technik auftraten, voll gebracht werden.

 

»Gegen 19 Uhr brach der Brand aus, 10 Minuten später wurde die Feuerwehr alarmiert, sie traf 30 - 40 Minuten nach dem Alarm auf der Brandstätte ein. Angefahren wurde mit dem Aggregat und der Handspritze.

Die Handspritze hat nach ca. 6 - 7 Minuten Tätigkeit, da im ersten Saugrohr ein Bruch festgestellt wurde, ihre Tätigkeit eingestellt. Der Schaden musste behoben werden.

Das Aggregat kam erst nach 20 - 25 Minuten in Funktion. Ursache der Verzögerung war ein Versagen des Vergasers.

Nach 10 Minuten Tätigkeit des Aggregats platzte ein Schlauch, er musste durch einen anderen ersetzt werden.

Wassermangel machte es notwendig«, so heißt es weiter, "dass das Aggregat dreimal umgestellt werden musste. Auch die Handspritze lieferte nicht das entsprechende Wasser. Die Wasserbezugsstelle (Teich) war größtenteils verschlammt. Druckschläuche wurden ca. 400 m verlegt.

Nach vierstündiger Tätigkeit war der Brand lokalisiert, 6 Feuerwehrmänner hielten die Nacht hindurch die Brandwache. Beim Brand waren 16 Feuerwehrmänner im Einsatz«.

 

Die Wehr wurde am 10.08.1946 gegen 20 Uhr durch einen Radfahrer verständigt, dass der Bauernhof des Aiginger in Ödt in Flammen stehe. Im Anwesen hatte man erst kürzlich elektrische Energie eingeleitet, und dadurch war der schwere eiserne Göppel (alte Antriebsmaschine) unnötig geworden und vorübergehend neben dem Wirtschaftsgebäude unter einem großen Baum gelagert. Ein Blitz streifte Baum und Göppel und fuhr in die voll mit Heu und Stroh gefüllte Scheune. Beim brennenden Objekt konnte nur mehr das Wohngebäude gerettet und das Übergreifen des Feuers auf das Anwesen des Nachbarn verhindert werden. 460m Schläuche wurden verlegt. Der Feuerwehrmann Johann Hahn wurde verletzt, weil er hinter die Räder des Rüstwagens kam. Er musste ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Im Monat August 1947 erhielt die Feuerwehr ein Kraftfahrzeug der Marke Ford-Canada, der gleich bei der nächsten Übung in Umberg (15.08.1947) zum Einsatz kam. Ein Blitzstrahl setzte am 19. August 1947 das Anwesen des Rupert Rosenberger in Ödt in Brand. Die Magd des Hauses, die beim Futterschneiden in der Scheune war, konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und verbrannte. Die Leiche wurde von der Feuerwehr geborgen.

Gleich sechs Brandeinsätze waren 1949 zu verzeichnen, wobei es mit dem Anwesen Hölblinger (Pyhrafeld) am 25. Juli begann, sich dann zweimal in Karlsbach (21. und 28. August) fortsetzte und schließlich am 31. August um 14 Uhr das Wirtschaftsgebäude des Franz Wöger in Kirchholz in Flammen stand. Mit 40 Mann der Ortsfeuerwehr und den Wehren Euratsfeld, St. Georgen und Blindenmarkt konnte in eineinhalbstündigem Einsatz das Wohngebäude gerettet werden. Weitere Einsätze waren beim Brand des Anwesens Bachbauer (9. September) und in Satzenberg, Gemeinde St. Martin (12. September).

 

Teichräumung und Entminung des Sileitschteiches

Unter der Aufsicht eines Sprengmeisters und in Verbindung mit der Feuerwehr wurde in den Tagen vom 3. -7. Juli 1950 eine Entminung des Teiches hinter dem Hause Nr. 15 durchgeführt.

Die Kosten wurden von der Bevölkerung aufgebracht, und die Hausbesitzer des Marktes zahlten freiwillig das Doppelte. Nur zwei Besitzer hatten sich von dieser freiwilligen Zahlung ausgeschlossen. Die Räumung konnte ohne Zwischenfall durchgeführt werden.

 

Neue Fahrzeuge und Gerätschaften, neue Räumlichkeiten

Nachdem der aus der UNRA-Hilfe (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) kurz nach dem Kriege angekaufte Ford LKW nicht mehr den Anforderungen entsprach, wurde ein gebrauchter Opel Blitz 1954 erworben und in ein Mannschafts- und Löschfahrzeug umgebaut.

 

 

 

 

 Ford Canada

Ford Canada aus der UNRA-Hilfe 

Karl Honisch übergab sein Amt 1962 an Leopold Weigl, der die Feuerwehr drei Jahre leitete

 Weigl Leopold

 

Leopold Weigl 1962 bis 1965

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1965 übernahm Johann Veigl das Kommando

 

Veigl Johann

 

 Johann Veigl 1965 bis 1976

 

Während seiner Amtszeit konnten zwei VW-Kommandofahrzeuge (1965/1971) und 1969 das Tanklöschfahrzeug Opel TLF 1000 angeschafft werden.

Ergänzend dazu erhielt die Wehr ihr erstes Funkgerät.

 

Opel Blitz

"Opel Blitz"

 

 

 VW Bus mit Kommandant Veigl

Kommandant Veigl mit VW Bus

 

Mannschaftsfoto 1970
Mannschaftsfoto anl. Fertigstellung des Feuerwehrhauszubaues

 

Das alte, seit der Gründung der Feuerwehr in Verwendung stehende Gerätehaus wurde 1970 umgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

   
 Auszug aus dem Buch "400 Jahre Markt Ferschnitz" von Gottfried Langeder 
   
1976 wurde Johann Peneder Kommandant der FF Ferschnitz. Im selben Jahr konnte ein Rüstfahrzeug (Land-Rover mit Seilwinde) in Dienst gestellt werden.

 

Landrover

 

Letzter Einsatz des Land-Rovers 2001

Umziehen eines Baumes

bei Fam. Weigl in Rudling

 

 

  

 

 

Peneder Johann

 

Johann Peneder 1976 bis 2001

 

Die Wehr baute 1979 in Eigenregie die dazu von der Gemeinde hergestellten Räumlichkeiten im Gemeindezentrum als Feuerwehrhaus aus.

Zur Bewältigung der stetig steigenden Anforderungen wurde die Anschaffung von Hebekissen, eines Stromerzeugers und eines Greifzuges notwendig.  

 

Ankauf eines KLF (VW LT35) im Jahre 1982, dreier Atemschutzgeräte und des zweiten Funkgerätes bzw. der Austausch der Geräte durch generelle Landesumstellung.

 

Im März 1986 wurde Kommandant Johann Peneder zum Abschnittsfeuerwehr-kommandanten des Abschnittes Amstetten-Land gewählt.

 KDOF2
 Kompressor Anhänger

1988 wurde einer von 2 Atemluftkompressoren des Abschnittes Amstetten-Land in Ferschnitz stationiert.

 

ImZuge des Umbaues der alten Schule (Mehrzweckhaus) wurde die Sirene auf das Dach des Amtshauses verlegt.

 

Am 15.04.1989 fand eine Übung der 1. FuB Bereitschaft mit den Feuerwehren Aigen, Euratsfeld, St.Georgen am Ybbsfelde und Ferschnitz statt.

Übungsannahme war ein Brand des Waldes zwischen Hametmühle und Hohe Brücke sowie ein Flugzeugabsturz eines Sportflugzeuges aus Leutzmannsdorf. 
 

Die letzte Ausfahrt des Opel Blitz fand am 29.08.1991 statt. Die FF wurde zum Waschen der Viehversteigerungshalle Amstetten herangezogen. Der Kilometerstand bei der Abmeldung betrug 14.336 km.

 

Am 2. September 1991 konnte das neue Tanklöschfahrzeug TLF-A 3000 in Dienst gestellt werden. Der Kaufpreis betrug 2.500.000,- Schilling.  TLF
 

Im Frühjahr 1993 wurde in der Feuerwehrzentrale Amstetten eine Bezirksalarmierung für die Feuerwehren des Bezirkes Amstetten installiert.

Diese ist rund um die Uhr besetzt und über den NOTRUF 122 immer erreichbar.

 
   
   
   
 Fortsetzung folgt...